Allgemeine Geschäftsbedingungen der Brehm & Presch Marina GbR

I.  Vertragsschluss Chartervertrag

 

Der Chartervertrag wird zwischen dem Vercharterer (Brehm & Presch Marina GbR) und dem Charterer (Gast) geschlossen. Die Reservierung und die Buchung bedürfen der Schriftform. Der Charterer hat unverzüglich, spätestens jedoch 14 Tage nach Erhalt des Chartervertrages durch den Vercharterer, eine Anzahlung in Höhe von 50 % des Charterpreises zu leisten. Maßgebend für die fristgemäße Leistung ist der Zahlungseingang bei dem Vercharterer.

Für den Fall, dass der Charterer von dem Vertrag zurücktritt, hat er dem Vercharterer laut nachfolgender Regelung zu erstatten: bis  zu  6 Monate  vor  Charterbeginn eine  Bearbeitungsgebühr in Höhe von  80,00 €, bei Rücktritt bis zu 3 Monate vor Charterbeginn eine  Rücktrittsgebühr  von  50 %  des Charterpreises,  bei Rücktritt bis zu 30 Tage vor Charterbeginn eine Rücktrittsgebühr von 75 %  des  Charterpreises, bei noch späterem Rücktritt den gesamten Charterpreis. Dem Charterer obliegt der Nachweis eines geringeren Schadens. Der Vercharterer ist zur Aufrechnung mit einer erhaltenen Anzahlung berechtigt. Der Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung wird dem Charterer empfohlen und angeboten.

 

  1. II.     Pflichten des Vercharterers

 

Der Vercharterer übergibt dem Charterer die Yacht in vertragsgemäßem, gereinigtem und vollgetanktem Zustand. Die korrekte Übergabe wird durch ein Übergabeprotokoll bestätigt. Der Charterer erhält vor Reiseantritt eine Einweisung in die Bedienfunktionen der Yacht. Kommt der Vercharterer zu der Überzeugung, dass der oder die Yachtführer nicht über die erforderlichen Kenntnisse zum Führen selbiger verfügen, behält er sich das Recht vor, die Übergabe der Yacht zu verweigern. Sollte dem Vercharterer die Übergabe der gebuchten Yacht zum Zeitpunkt des Reiseantritts nicht möglich sein, so ist er berechtigt, dem Charterer eine vergleichbare Ersatzyacht zur Verfügung zu stellen. Der Vercharterer hat für die Yacht eine Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung abgeschlossen. Die Versicherungskosten sind im Mietpreis enthalten. Im Schadens-fall wird eine von dem Charterer zu leistende Selbstbeteiligung in Höhe von 750,00 / 1.000 € (je nach Yachttyp) zur Zahlung fällig. Die Selbstbeteiligung je Schadensfall in der Kaskoversicherung entspricht der vertraglich zu hinterlegenden Kaution. Die Kaution ist vor Fahrtantritt in bar oder per Kreditkarte bei dem Vercharterer zu hinterlegen. Für Unfallschäden, die auf der Yacht befindliche Personen erleiden, haftet allein der Charterer (siehe Yacht- und deren Zubehörbenutzung auf eigene Gefahr). Diesbezüglich besteht keine Versicherung bei dem Vercharterer.

 

III. Pflichten des Charterers

 

Der Charterer versichert, die Yacht verantwortlich zu führen und sich vor Beginn der Reise über sämtliche örtlichen und tatsächlich relevanten Umstände im Hinblick auf die beabsichtige Reiseroute zu informieren. Der Charterer versichert, im Besitz eines gültigen amtlichen nationalen bzw. internationalen Sportbootführerscheins Binnen zu sein. Der Charterer ist verpflichtet, dem Vercharterer seinen Führerschein vor Fahrtbeginn vorzulegen. Sollte der Charterer nicht über einen Sportbootführerschein verfügen, ist der Abschluss eines kostenpflichtigen Charterscheines Bedingung, welcher beim Vercharterer erworben werden kann. Die Yacht darf ausschließlich von den hierzu namentlich im  Vertrag  benannten Personen geführt werden. Der Charterer darf die Yacht nur auf deutschen Binnengewässern führen. Etwaige Abweichungen können individualvertraglich schriftlich zwischen den Parteien vereinbart werden. Der Charterer darf keine Veränderungen an der Yacht oder dem Zubehör vornehmen. Die Yacht darf ohne Zustimmung des Vercharterers weder an Dritte weitergegeben, noch zu gewerblichen Zwecken genutzt werden. Bei erwarteten Windstärken ab 6 der Beaufortskala darf der Charterer den Hafen nicht verlassen bzw. hat er die Yacht unverzüglich in den nächstgelegenen Hafen zu steuern. Das Schleppen und Bergen eines anderen Schiffes sowie die Nachtschifffahrt ist dem Charterer untersagt. Auch die Zuhilfenahme eines Bergungs- oder Schleppdienstes darf nur nach vorheriger Rücksprache mit dem Vercharterer oder dem Versicherer erfolgen. Sollten diese nicht erreichbar sein und sich das Boot in unmittelbarer Gefahr befinden, ist der Lohn des Bergungs- oder Schleppdienstes auf 50,00 €/km zu begrenzen.

Bei Zuwiderhandlungen hat der Charterer sämtliche hieraus resultierende Schäden zu tragen und den Vercharterer gegenüber etwaigen Ansprüchen Dritter freizustellen. Der Charterer hat den Vercharterer bei Schäden, Havarien, Kollisionen, Grundberührungen und sonstigen außergewöhnlichen Umständen, wie Diebstahl oder Beschlagnahme, unverzüglich telefonisch zu benachrichtigen. Gleiches  gilt  bei  dem  Verdacht des  Vorliegens vorgenannter Umstände. Des Weiteren hat der Charterer unverzüglich die zuständige Polizei sowie das zuständige Hafenamt zu verständigen  und  ein  ausführliches Protokoll  anzufertigen oder anfertigen zu  lassen. Der Charterer darf notwendige Reparaturen nur nach vorheriger Zustimmung durch den Vercharterer in Auftrag geben bzw. durchführen lassen. Die Originalrechnung sowie die Ersatzteile hat der Charterer aufzubewahren. Reparaturkosten, die vom Charterer zu verantworten sind, sind von diesem selbst zu tragen. Auf der Yacht dürfen nur entsprechende Bordschuhe oder solche mit weicher und heller Sohle getragen werden. Die Benutzung der Betten ist ausschließlich mit Bettzeug und Bettwäsche zulässig, welche der Vercharterer stellt. Die Mitnahme von Haustieren auf die Yacht ist nur mit vorheriger Zustimmung des  Vercharterers  zulässig. Für die Endreinigung wird dem  Charterer hierbei  eine  gesonderte  Kostenpauschale in Rechnung gestellt. Bei Beendigung der Reise hat der Charterer dem Vercharterer die Yacht in vertragsgemäßem, vollgetanktem Zustand im vereinbarten Hafen zu übergeben. Die Kosten der Fäkalienentsorgung trägt der Charterer. Die Parteien haben die Rückgabe der Yacht zu protokollieren. Etwaige Beanstandungen haben die Parteien unverzüglich bei Rückgabe der Yacht, spätestens jedoch einen Monat nach Reiseende, geltend zu machen und im Rückgabeprotokoll festzuhalten. Spätere Einwendungen verlieren ihre rechtliche Gültigkeit.

 

 IV. Haftung des Vercharterers

 

Die Haftung des Vercharterers gegenüber dem Charterer sowie den weiteren Reisebeteiligten ist auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit beschränkt. Der Vercharterer haftet nicht für Schäden an der Yacht oder der Ausrüstung, welche die Nutzung der Yacht für den beabsichtigten Verwendungszweck nicht beeinträchtigen. Insbesondere übernimmt der Vercharterer keine Gewähr für den Informationsgehalt von Seekarten und Handbüchern sowie den Ausfall von Bug- und Heckstrahlruder. Gleiches gilt für die Funktion und Ganggenauigkeit elektronischer Instrumente. Dem Charterer steht insoweit weder ein Anspruch auf Minderung des Mietpreises, noch auf Schadensersatz zu. Bei einem Ausfall der Yacht während der Mietzeit haftet der Vercharterer weder für die entgangene Urlaubsfreude, noch für sonstige Schäden. Es gilt eine Standzeit von bis zu 24 Stunden ab Reisebeginn als vereinbart. Für diesen Zeitraum ist der Charterer nicht berechtigt, eine Rück- oder Teilzahlung des Charterpreises zu verlangen. Sollte dem Vercharterer auf Grund unvorhergesehener Ereignisse die Übergabe der Yacht oder einer Ersatzyacht nicht möglich sein, so kann der Charterer ab 48 Stunden nach ursprünglich vereinbartem Reisebeginn von dem Vertrag zurücktreten und den Mietpreis zurückverlangen. Eine über dem vereinbarten Mietpreis liegende Haftung des Vercharterers ist ausgeschlossen.

 

 V. Haftung des Charterers

 

Der Charterer haftet für sämtliche Schäden,  welche durch vorsätzliche, grob fahrlässige oder fahrlässige Handlungen bzw. Unterlassungen des Charterers oder der Reisebeteiligten entstanden sind oder entstehen, sofern diese nicht durch die bestehende Haftplicht- oder Kaskoversicherung gedeckt sind. Auf Wunsch übersendet der Vercharterer dem Charterer die gegenständlichen Versicherungsbedingungen. Der Charterer stellt  den Vercharterer von sämtlichen  Ansprüchen  Dritter  frei, welche durch vorsätzliche, grob fahrlässige oder fahrlässige Handlungen oder Unterlassungen des Charterers oder der Reisebeteiligten entstanden sind oder entstehen. Bei einer verspäteten Rückgabe hat der Charterer für jeden angefangenen Tag das Doppelte der auf einen Tag entfallenden Chartergebühr zu entrichten. Weitergehende Schadensersatzansprüche des Vercharterers auf Grund der verspäteten Rückgabe bleiben davon unberührt.

 

 

VI. Schlussbestimmungen

 

Es findet ausschließlich deutsches Recht Anwendung. Gerichtsstand für sämtliche Ansprüche ist Potsdam. Etwaige Nebenabreden und Abbedingungen bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform. Die etwaige Unwirksamkeit einzelner Regelungen berührt nicht die Wirksamkeit der übrigen Vertragsbestimmungen. An die Stelle einer etwaig unwirksamen Regelung tritt diejenige wirksame Regelung, welche im Hinblick auf den ausdrücklichen und mutmaßlichen Willen der Parteien der zu ersetzenden Bestimmung bestmöglich entspricht.

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